Rainhard Fendrich – Seebühne Mörbisch

Rainhard Fendrich – Seebühne Mörbisch

auf der Bühne zu stehen ist für mich immer noch „Das höchste der Gefühle“!

Im Rahmen seiner „SCHWARZODERWEISS Live Tour 2017“ machte Rainhard Fendrich Mittwochabend Halt an der Mörbischer Seebühne am Neusiedler See.

Eröffnet wurde der Abend mit altbekannten Hits wie „Es lebe der Sport“ und „Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen“. Mit dem Statement: „Ob Menschen gut oder schlecht sind erkennt man nicht an der Hautfarbe!“ kündigte er als nächstes einen seiner neuen Titel, der auch den Albumnamen trägt „Schwarz oder Weiß“ an, wo Fendrich wiedermal sehr gut sein Gespür fürs Songwriting unter Beweis stellt.

NET NUR SCHWARZ ODER WEISS
WIR SAN ALLE GRUND VERSCHIEDEN
DOCH A HERZ SCHLAGT IN AN JEDEN
UND DES BLUAT IS IMMER ROT

NET NUR SCHWARZ ODER WEISS
MIR SAN MUSLIME, JUDEN, CHRISTEN
UND BETEN DOCH ZU A UND DEM SELBEN GOTT

Natürlich durfte Österreichs insgeheime Bundeshymne auch heute nicht fehlen. Lustig fand selbst der Liedermacher, dass sogar die Kinder in der Schule bei „I am from Austria“ textsicherer als bei unserer eigentlichen Bundeshymne sind. Wobei Fendrich nie die Absicht hatte eine Hymne zu schreiben, lediglich zum Ausdruck bringen wollte wie stolz er auf sein Land ist.

Oft wird der geborene Live-Entertainer in Interviews gefragt ob er die alten Lieder über die Jahre überhaupt noch hören/singen kann. Daraufhin gibt es für den Künstler nur eine Antwort: „Wenn man besessen ist von seinem Beruf und seinen Beruf liebt so wie ich es tue, dann ja, denn es ist das höchste der Gefühle für mich immer noch auf der Bühne stehen zu dürfen!“

Mehr als 30 Songs stehen auf der Setlist des über 2,5 Stunden langen Konzerts in Mörbisch. Nach 20 Minuten Pause folgt die „Unplugged Session“, verpackt darin die 80er-Frühzeit Hits.

Passend zum Sommer und der Hitze Welle stimmte der Sänger seinen 1982 veröffentlichen Song „Oben ohne“ an. Bei atemberaubender Kulisse und ausgelassener Stimmung ging der Abend dem Ende zu. Bei den Zugaben strömte das Publikum von den Sitzplätzen Richtung Bühne. Rainhard Fendrich weiß, wie er sein Publikum zum Mitsingen anregt, lautstark im Chor mit seinen Fans wurden die Klassiker: „Blond“, „Zweierbeziehung“, „ Strada del Sole“, „Bergwerk“ und „Macho, Macho “ gesungen.

Zum Abschluss noch ein neuer Titel seines aktuellen Albums: „In mir drin bleib i immer a Wiener“, mit den Textzeilen: „Doch in mir drin bleib i immer a Wiener, Ihr kennts mi gern haben, aber sicher net verbiagn.“ Und das ist gut so, denn wir sind stolz und haben ihn gern, mehr denn je.

 

Autorin: Jacqueline Pantucek erstellt am 11. August 2017